Bromazepam

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Bromazepam, ein primäres Anxiolytikum und Beruhigungsmittel aus der Familie der Benzodiazepine, wird als Beruhigungsmittel und primäres Anxiolytikum verwendet. Obwohl diese Klasse für ihre Wirksamkeit bekannt ist, kann sie zu Abhängigkeit führen. Dieser Abschnitt enthält Informationen zu Wirkung, Nebenwirkungen und Anwendung von Bromazepam.

Was bewirkt Bromazepam?

Bromazepam hat in therapeutischen Dosen vor allem anxiolytische (angstlösende) und sedierende (beruhigende) Eigenschaften. Bromazepam löst die Wirkung aus, indem es an einen für Nervenzellen essentiellen Rezeptor bindet, den GABA-Rezeptor (Gamma-Aminobuttersäure-Rezeptor).

Die Nervenzellen des Gehirns kommunizieren über Botenstoffe (Neurotransmitter) miteinander. Diese Neurotransmitter werden von einer Nervenzelle ausgesendet und dann über spezifische Rezeptoren von der nächsten wahrgenommen. Dadurch entstehen komplexe Schaltkreise, weil eine Nervenzelle mit Tausenden in Kontakt stehen kann und auch verschiedene Neurotransmitter vorhanden sind.

Einige regen die nächste Nervenzelle an, ein Signal zu senden. Andere hemmen diese Signalübertragung (hemmende Neuronen). GABA hingegen wirkt dämpfend und aktivierend. Adrenalin fördert die Motivation und aktiviert das Nervensystem.

Bromazepam und andere Benzodiazepine wie Bromazepam beeinflussen die GABA-Rezeptoren und machen sie empfindlicher für Neurotransmitter. Niedrige GABA-Spiegel können zu einer schnelleren Unterdrückung führen, während konstante GABA-Spiegel zu einer stärkeren Unterdrückung des Nervensystems führen können.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung

Bromazepam, das zu 85 Prozent ausmacht, wird in den Darm aufgenommen. Es erreicht seinen höchsten Blutspiegel nach zwei Stunden. Die Hälfte des Wirkstoffs ist nach etwa 11 bis 22 Stunden ausgeschieden.

Die sogenannte „Halbwertszeit“ kann sich mit zunehmendem Alter verlängern. In diesem Fall verlangsamt sich die Ausscheidung. Im Alter ist es üblich, eine niedrigere Dosis zu benötigen.

Wann kann Bromazepam verwendet werden?

Bromazepam kann zur Behandlung von Angstzuständen, Anspannung und Unruhe eingesetzt werden. Wegen seiner langanhaltenden Wirkung wird es nicht als Schlafmittel empfohlen. Es kann jedoch verwendet werden, wenn Sie tagsüber eine beruhigende Wirkung benötigen.

Bromazepam-Sucht macht extrem abhängig, daher sollte die Behandlung kurz sein und nicht länger als vier Wochen dauern.

Was Bromazepam verwendet werden kann

Bromazepam kann als Tablette eingenommen werden. Die übliche Behandlung beginnt mit drei Milligramm pro Tag, gefolgt von einer Dosis am Abend.

Bei einer schweren Erkrankung kann die maximale Tagesdosis von Bromazepam auf zwölf Milligramm pro Tag erhöht werden. Die Dosis wird dann über den Tag verteilt in mehrere Dosen aufgeteilt.

Welche Nebenwirkungen gibt es bei Bromazepam?

Nebenwirkungen sind Depressionen, Gedächtnisverlust und Schläfrigkeit.

Zu den Nebenwirkungen gehören gesteigerter Appetit, vermindertes sexuelles Verlangen, Schwindel und beeinträchtigte Bewegungskoordination.

Bromazepam kann auch „paradoxe“ Reaktionen hervorrufen. Der Patient kann nach der Einnahme ein aggressives und aufgeregtes Verhalten zeigen.

Was sind die wichtigsten Überlegungen bei der Einnahme von Bromazepam?

Kontraindikationen

Bromazepam sollte vermieden werden, wenn Sie:

  • Abhängigkeit bekannt
  • Myasthenia gravis (anormale Muskelschwäche)
  • Atemversagen (schwere Atembeschwerden)
  • Schlafapnoe-Syndrom
  • Leberfunktionsstörung schwer
  • Interaktionen

Bei gleichzeitiger Einnahme anderer auf das zentrale Nervensystem wirkender Substanzen kann es zu einer verstärkten Atemdepression oder Sedierung kommen. Zu diesen Substanzen gehören Antipsychotika und Psychosen, Beruhigungs- und Schlafmittel, Antidepressiva und Anästhetika. Dazu gehören auch Antikonvulsiva, Angsthelfer und Antikonvulsiva.

Bromazepam kann durch andere Medikamente verzögert werden, die ebenfalls durch dieselben Leberenzyme (Cytochrom P450) abgebaut werden. Dies verlängert die Wirkung von Bromazepam.

Zu diesen Wirkstoffen gehören Cimetidin oder Omeprazol, die zur Behandlung von saurem Aufstoßen und vielen anderen verwendet werden können. Es ist wichtig, mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten mit Ihrem Arzt oder Apotheker zu besprechen, bevor Sie Medikamente einnehmen.

Schwere Maschinen und Fahren

Nach der Einnahme von Bromazepam besteht ein erhöhtes Sturzrisiko. Dies gilt insbesondere für ältere Patienten. Auch das Bedienen schwerer Maschinen oder das Führen von Fahrzeugen kann das Unfallrisiko erhöhen.

Altersbeschränkung

Bromazepam wird für Kinder und Jugendliche nicht empfohlen. Es wird in der Regel nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung verordnet. Sie müssen die Dosis Ihrem Körpergewicht anpassen.

Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder ältere Patienten sollten eine niedrigere Dosis erhalten.

Schwangerschaft und Stillzeit

Leider gibt es nicht genügend Daten, um die Anwendung von Bromazepam in der Schwangerschaft zu unterstützen. Bromazepam wird nicht zur Anwendung während der Schwangerschaft empfohlen. Tierversuche haben gezeigt, dass es dem Kind schaden kann.

Bromazepam, das innerhalb weniger Stunden nach der Geburt eingenommen wird, kann Symptome hervorrufen, die als Benzodiazepinvergiftung (Floppy-Infant-Syndrom) bekannt sind. Dies kann durch verminderte Muskelspannung, verminderten Blutdruck, schlechte Trinkgewohnheiten, sehr schwache Atmung und niedrigen Blutzucker gekennzeichnet sein.

Bromazepam kann leicht in die Muttermilch aufgenommen werden. Stillende Mütter sollten den Wirkstoff nicht einnehmen. Einzeldosen sind ausreichend, wenn die Einnahme unumgänglich ist.

Stillende Säuglinge sollten auf Nebenwirkungen überwacht werden, wenn langfristiges Stillen empfohlen wird. Erwägen Sie bei Bedarf die Umstellung auf Flaschenfütterung.

Wie bekomme ich Bromazepam-Medikamente?

Bromazepam-Medikamente sind in Deutschland und Österreich rezeptpflichtig. Dies liegt daran, dass sie von Ärzten streng überwacht werden. Diese Medikamente sind nur für diejenigen erhältlich, die ein Rezept von einem Arzt haben.