Codein

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Codein ist ein Opioid, das eng mit Morphin verwandt ist. Es wird verwendet, um trockenen, reizenden Husten zu behandeln. Codein kann auch in Kombination mit Paracetamol als Schmerzmittel verwendet werden. Erfahren Sie hier alles, was Sie über Nebenwirkungen, Wirkungen und die Verwendung von Codein benötigen

So wirkt Codein

Codein reduziert den Hustenreflex, indem es das Hustenzentrum im Hirnstamm induziert. Die derzeitige Lehre legt nahe, dass Morphin der Hauptschuldige für den Codein-Effekt ist. Morphin ist ein Stoffwechselzwischenprodukt (Metabolit), zu dem geringe Mengen in der Leber umgewandelt werden. Es gibt aber auch Hinweise darauf, dass Codein-6-Glucuronid für die Wirkung verantwortlich ist. Ein weiterer Metabolit, der aus Codein in Ihrer Leber hergestellt wird, ist dieser.

Das Stoffwechselzwischenprodukt Morphin ist der Hauptbestandteil der Schmerzlinderung (Analgetikum). Codein kann an Opioidrezeptoren (Opioidrezeptoren) andocken, hat aber eine geringere Bindungskraft.

Codein hat, wie alle Opioide, eine verstopfende Wirkung und beruhigende Nebenwirkung.

Symptomprüfer-Symbol

Husten

Husten ist ein wichtiger Abwehrmechanismus des Körpers. Husten hilft, Fremdkörper aus den Atemwegen zu entfernen. So können beispielsweise Bakterien, Viren oder Rauchpartikel zusammen mit etwas Schleim abgehustet werden („produktiver Husten“). Dies geschieht durch das Hustenzentrum des Hirnstamms, das die Reizung an die Nervenbahnen meldet.

Wenn keine Schleimsekretion erfolgt, kann eine Reizung der Schleimhaut einen Husten verursachen. Dies wird als „trockener Reizhusten“ bezeichnet. Dies hat keine physiologischen Vorteile.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung

Codein kann oral (oral) als Tropfen, Hustensaft oder Tabletten eingenommen werden. Der Wirkstoff wird schnell aus dem Dünndarm resorbiert und ins Blut aufgenommen. Nach der Einnahme des Medikaments ist es bereits nach einer Stunde auf seinem maximalen Niveau.

Die Leber zerlegt Codein in Zwischenprodukte, darunter Morphin. Schließlich wird der Urin über die Nieren ausgeschieden.

Wann wird Codein verwendet?

Codein wird hauptsächlich zur Behandlung von trockenen, hackenden Symptomen wie Husten verwendet. Der Wirkstoff kann mit Paracetamol kombiniert werden, um einen trockenen, hackenden Husten zu behandeln.

Wie wird Codein verwendet?

Die Dosierung von Codein wird bei trockenem Husten an die Schwere und Häufigkeit des Hustens angepasst. Für Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren ohne andere schwerwiegende Atemwegserkrankungen ist eine maximale tägliche Einnahme von 200 mg Wirkstoff erlaubt.

Die tägliche Gesamtdosis wird typischerweise in vier Dosen aufgeteilt. Um ein Aufwachen mit Husten zu vermeiden, sollte die letzte Dosis kurz vor dem Schlafengehen eingenommen werden.

Welche Nebenwirkungen kann Codein verursachen?

Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung.

Es ist üblich, leichte Kopfschmerzen oder Schläfrigkeit zu erleben.

Manchmal können Schlafstörungen, Mundtrockenheit oder Atemnot auftreten.

Treten selten schwere allergische Reaktionen (z. B. Stevens-Johnson-Syndrom) auf?

Überdosis

Wenn die Dosis zu hoch ist oder wenn genetische Bedingungen vorliegen, die den Wirkstoff schnell in Morphin umwandeln, können Symptome einer Opiatvergiftung auftreten. Zu diesen Symptomen gehören erhöhte Schläfrigkeit oder Euphorie, verminderter Atemantrieb (Atemdepression), Blutdruckabfall, Schwierigkeiten bei willkürlichen Bewegungen (Ataxie), Muskelkrämpfe und eine Abnahme der Fähigkeit, sich frei zu bewegen (Atemdepression).

Überdosierungssymptome können durch die Kombination von Codein und Alkohol verschlimmert werden.

Welche Folgen hat die Nichteinnahme von Codein?

Kontraindikationen

Sie sollten Codein nicht verwenden mit:

  • Überempfindlichkeit gegen einen Wirkstoff oder andere Bestandteile
  • Unzureichende Atemkapazität (Atemstörung) oder eingeschränkte Kontrolle (Atemdepression).
  • Lungenentzündung
  • Akuter Asthmaanfall
  • Kinder unter zwölf Jahren
  • Nähernde Geburt
  • Drohende Frühgeburt
  • Patienten sind als „CYP2D6 superschnelle Metabolisierer“ bekannt, d. h. sehr
  • schnelle Umwandlung von Codein in Morphin

Interaktionen

Codein sollte nicht zusammen mit anderen ZNS-dämpfenden Arzneimitteln wie Alkohol, Beruhigungsmitteln oder Schlafmitteln eingenommen werden. Einige Psychopharmaka (z. B. Chlorpromazin oder Antihistaminika, wie z. B. Promethazin) können Atemdepression und Sedierung hervorrufen. Auch Nebenwirkungen von Antidepressiva, wie MAO-Hemmern, können verstärkt werden.

Fahren und Bedienen von Maschinen

Codein kann den Antrieb beeinträchtigen und Nebenwirkungen verursachen, die die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen. Codein kann Ihre Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen und Nebenwirkungen hervorrufen, die Ihre Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen.

Bei einer Langzeitbehandlung, beispielsweise zur Behandlung chronischer Schmerzen, sollte die individuelle Verträglichkeit überwacht werden.

Altersbeschränkung

Codein wird für Kinder unter zwölf Jahren nicht empfohlen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Codein sollte niemals von schwangeren Frauen eingenommen werden. Das Medikament könnte die Plazenta passieren, um in das ungeborene Kind einzudringen. Codein kann bei einem Embryo innerhalb der ersten drei Monate Fehlbildungen verursachen. Das Medikament kann auch eine Atemdepression beim Baby verursachen, wenn es kurz vor der Geburt eingenommen wird.

Codein sollte nicht zur kurzzeitigen Hustenunterdrückung während der Schwangerschaft verwendet werden.

Codein und seine Metaboliten können sich in der Muttermilch anreichern. Die Fachinformation verbietet stillenden Müttern die Anwendung von Codein. Experten sagen, dass das Stillen mit einer kurzfristigen, maximal zweitägigen Anwendung der empfohlenen Dosierung vereinbar ist.

Wie bekomme ich Codein-Medikamente?

Für codeinhaltige Produkte gilt die uneingeschränkte Rezeptpflicht Deutschlands.

Auch für Codein besteht in Österreich eine Rezeptpflicht. In Österreich gibt es nur ein gebrauchsfertiges Präparat. Aus diesem Grund basiert die Verschreibung in der Regel auf einem Magistral-Produkt. Der Apotheker stellt für jeden Patienten auf ärztliche Verschreibung ein codeinhaltiges Arzneimittel her.

Codein ist in der Schweiz als Abgabekategorie B eingestuft. Es ist mit anderen Wirkstoffen auf der sogenannten „Liste B+“ gelistet. Codein kann nach eingehender Beratung durch einen Apotheker rezeptfrei beim Arzt erworben werden.