Diazepam

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Eines der am häufigsten verschriebenen Schlafmittel (Hypnotika) ist Diazepam. Der Wirkstoff kann auch zur Beruhigung (Sedativum), Antispasmodikum/Antiepileptikum, Anxiolytikum, Tranquilizer (Anxiolytic) und zur Muskelentspannung (Muscle Relaxing) eingesetzt werden. Diazepam wird nur von einem Arzt verschrieben und sollte nach Anweisung angewendet werden. Diese Seite enthält alles, was Sie über Diazepam wissen müssen.

Wie Diazepam wirkt

Diazepam gehört zur Gruppe der Benzodiazepine und wirkt angstlösend.

Der Wirkstoff wirkt auf die Nervenzellen des Hirnstamms und das limbische System – Funktionseinheiten des Gehirns, die für das Befinden des Menschen verantwortlich sind. Die hemmende Wirkung eines Überträgerstoffs (Gamma-Aminobuttersäure), den Dizepam auf Zellen hat, wird verstärkt und die Erregbarkeit dieser Zellen verringert.

Die hemmende Wirkung des Hirnstamms wirkt entspannend, beruhigend und schlaffördernd. Das limbische System ist in der Lage, den Einfluss äußerer und innerer Reize, deren Verarbeitung zu reduzieren und eine Distanz zu äußeren und inneren Erfahrungen herzustellen.

Dies hilft, Angst und Anspannung abzubauen und gibt Ihnen ein emotionales Gefühl der Ruhe. Psychische Störungen haben auch weniger Einfluss auf das vegetative Nervensystem, das lebenswichtige Funktionen wie Herzschlag, Blutdruck und Atmung reguliert.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung

Wenn Diazepam oral eingenommen wird, wird es leicht durch den Magen-Darm-Trakt ins Blut aufgenommen. Es wandert dann zum Gehirn, wo es schnell seine Wirkung entfaltet. Die Leber ist für den Abbau des Wirkstoffs verantwortlich.

Dadurch werden auch aktive Stoffwechselprodukte abgebaut und langsam über den Urin ausgeschieden. Die Halbwertszeit von Diazepam ist die Zeit, in der etwa die Hälfte des Wirkstoffs ausgeschieden ist. Es dauert ungefähr 48 Stunden.

Wann kann Diazepam verwendet werden?

Dies sind die Bereiche, in denen Diazepam angewendet werden kann (Indikationen).

  • Angst, Stress und Aufregung
  • Prämedikation (Vorbereitung auf die Anästhesie) vor diagnostischen oder
  • chirurgischen Eingriffen
  • Zustände mit erhöhter Muskelspannung (z. B. Status epilepticus = verlängerter epileptischer Anfall)
  • Schlafstörung
  • Wofür wird Diazepam verwendet?

Nehmen Sie Diazepam-Tabletten oder Diazepam-Tropfen vor oder nach dem Essen mit einem Glas Wasser ein. Der Anus wird mit Diazepam-Zäpfchen eingeführt. Darin werden dann laut Produktinformation Rektalschläuche entleert.

Individuell wird der Arzt die Dosierung und Dauer von Diazepam festlegen. Der Arzt wird die Dosierung und Dauer der Behandlung mit Diazepam festlegen. Sie sollten Diazepam nicht länger als vier Wochen anwenden.

Es sollte abends eingenommen werden, eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen. Sie sollten das Medikament nicht einnehmen, wenn Sie satt sind. Andernfalls verzögert das Medikament seine Wirkung. Auch Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche können vermieden werden.

Das Medikament sollte nach längerem Gebrauch (mehr als zwei Wochen) nicht abrupt abgesetzt werden. Nach Rücksprache mit Ihrem Arzt sollten Sie die Dosis schrittweise reduzieren („taper off“)

Welche Nebenwirkungen gibt es bei Diazepam?

Nebenwirkungen können dosisabhängig sein und treten normalerweise zu Beginn der Behandlung auf. Die meisten unerwünschten Nebenwirkungen sind Tagesmüdigkeit, Schläfrigkeit, die zu einer Beeinträchtigung der Wachsamkeit oder der Unfähigkeit führt, zu reagieren.

Nebenwirkungen können Verwirrtheit, Schläfrigkeit und Schwindel sowie Kopfschmerzen, vorübergehende Gedächtnislücken, Gang- und Bewegungsstörungen, Schwindel und Gang- und Bewegungsstörungen sein.

Diazepam kann Depressionen bei Patienten verstärken, die an einer depressiven Störung leiden. Auch Sensibilitätsstörungen können auftreten. Die Wirkung kann auf folgende Weise rückgängig gemacht werden: kurzzeitige Erregung, Angst, Schlafstörungen und Wutanfälle; Muskelkrämpfe; erhöhte Suizidneigung.

Die Wirksamkeit von Diazepam kann verringert werden, wenn es über einen längeren Zeitraum angewendet wird. Vorübergehende Störungen wie langsames oder undeutliches Sprechen, Sehstörungen, Bewegungs- und Gangunsicherheit können ebenfalls möglich sein, wenn hohe Dosen über einen längeren Zeitraum angewendet werden.

Was ist bei der Einnahme von Diazepam zu beachten?

Kontraindikationen

Bei bekannter Überempfindlichkeit oder schwerer Muskelschwäche (Myasthenia gravis) müssen Diazepam und andere Benzodiazepine vermieden werden.

Andere Fälle können in Betracht gezogen werden, jedoch nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses. Dazu gehören akute Vergiftungen mit Alkohol, anderen das ZNS dämpfenden Substanzen, schwere Atemnot und Engwinkel (eine Form des Glaukoms).

Interaktionen

Grapefruitsaft reduziert die Aufnahme von Diazepam im Darm.

Sie sollten Diazepam nicht mit Alkohol einnehmen. Dies kann die Wirkung des Medikaments auf unvorhersehbare Weise verändern und verstärken.

Die Anwendung von Diazepam in Kombination mit anderen zentral dämpfenden Arzneimitteln wie Schlafmitteln, Schmerzmitteln und Anästhetika (z. B. Schlafmitteln) kann zu Schläfrigkeit führen. Die Schläfrigkeits- und Atemdepressionseffekte werden durch die gleichzeitige Einnahme von Diazepam und anderen zentral dämpfenden Arzneimitteln (wie Schlaftabletten, einige Schmerzmittel, Anästhetika usw.) verstärkt.

Diazepam kann die Wirkung von muskelentspannenden Arzneimitteln (Muskelrelaxantien) verstärken. Phenobarbital (Antiepileptika) kann den Abbau von Diazepam beschleunigen, wodurch die Wirkungsdauer verkürzt wird.

Wechselwirkungen mit bestimmten Antidepressiva, Antibiotika und Betablockern (Herz-Kreislauf-Medikamenten) sind möglich.

Diazepam entzugserscheinungen

Eine längere Anwendung von Diazepam kann zu psychischer und körperlicher Abhängigkeit führen. Nach Beendigung der Therapie können Entzugserscheinungen wie Schlaflosigkeit, Angstzustände, Anspannung, Schlafstörungen und innere Unruhe auftreten.

Sie sollten die Dosis schrittweise reduzieren, um Entzugserscheinungen zu vermeiden. Abhängigkeit kann darauf hindeuten, dass Sie die Dosis erhöhen müssen. Sie sollten die Einnahme des Medikaments abbrechen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Untersuchungen an mehreren tausend mit Diazepam behandelten Schwangerschaften ergaben keine Hinweise auf Fehlbildungen. Schwangere sollten Diazepam jedoch meiden.

Mit Diazepam behandelte Frauen, die schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein, sollten unverzüglich ihren Arzt informieren. Der Arzt wird dann entscheiden, ob die Therapie fortgesetzt werden soll oder nicht.

Einzeldosen während der Stillzeit (z. B. Zur akuten antiepileptischen Therapie sind Einzeldosen möglich. Dies bedeutet, dass das Stillen nicht erforderlich ist. Nebenwirkungen wie eine schlechte Ernährung, Sedierung und Gewichtsverlust müssen bei kontinuierlicher Verabreichung überwacht werden.

Wie bekommt man Diazepam-Medikamente?

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Diazepam rezeptpflichtig. Sie sind nur in verschreibungspflichtigen Apotheken erhältlich.

Diazepam-Zäpfchen können in Deutschland nur als Vollpräparat erworben werden. Sie sind in Österreich und der Schweiz nicht erhältlich.

Seit wie vielen Jahren ist Diazepam bekannt?

Leo Henry Sternbach, ein Apotheker und Chemiker aus New Jersey, entwickelte Diazepam, während er die chemische Familie der Benzodiazepine studierte. Zuvor hatte er in seinem Labor Substanzen hergestellt, die sich 1957 als sehr wirksam zur Beruhigung des Patienten erwiesen.

Weitere Fakten über Diazepam

Durch seine beruhigende und schlaffördernde Wirkung trägt es auch dazu bei, die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit am Morgen zu reduzieren. Eine eingeschränkte Muskelfunktion kann auch durch die muskelentspannende Wirkung verursacht werden.

Während der Behandlung mit Diazepam ist es möglich, dass Sie Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen verlieren.