Lorazepam

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Lorazepam, einer der wichtigsten Wirkstoffe aus der Gruppe der Benzodiazepine der Beruhigungsmittel, ist einer ihrer wichtigsten Bestandteile. Obwohl es hauptsächlich zur Behandlung von Angststörungen eingesetzt wird und eine entspannende, krampflösende und muskelentspannende Funktion hat, kann es auch für andere Zwecke verwendet werden. Aufgrund seines breiten Wirkungsspektrums und seiner langjährigen Erfahrung wird der Wirkstoff gerne eingesetzt. Dieser Abschnitt behandelt alle Aspekte der Wirkung, Dosierung und Anwendung von Lorazepam.

So wirkt Lorazepam

Lorazepam gehört zur Gruppe der Benzodiazepine und hat mehrere Wirkungen, darunter eine anxiolytische (angstlösende), muskelrelaxierende (muskelentspannende) und krampflösende/entkrampfende Wirkung.

Lorazepam wirkt wie alle anderen Benzodiazepine direkt an den Verbindungsstellen der Nervenzellen im Gehirn. An diesen sogenannten Synapsen kommunizieren Nervenzellen über Botenstoffe (Neurotransmitter).

Manche Botenstoffe bewirken in den Zielzellen eine Erregung (in Form eines elektrischen Potentials), andere hemmen deren Erregbarkeit. Diese letzteren Substanzen werden manchmal als inhibitorische Neurotransmitter bezeichnet. Der wichtigste und bekannteste Botenstoff dieser Gruppe ist GABA (Gamma-Aminobuttersäure).

Lorazepam bindet mit einem Subtyp (GABA-A) der GABA-Bindungsstellen und erhöht die Chance, sich in Gegenwart von GABA zu öffnen. Dies verstärkt die hemmende Wirkung von GABA.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung

Lorazepam wird nach der Einnahme schnell ins Blut aufgenommen. Es passiert die Blut-Hirn-Schranke und gelangt in das zentrale Nervensystem (ZNS), das Gehirn und Rückenmark.

Lorazepam wird dann vom Körper metabolisiert. Innerhalb von 12 bis 16 Stunden ist etwa die Hälfte des Wirkstoffs aus dem Körper ausgeschieden – meist über den Urin.

Wo wird Lorazepam am häufigsten verwendet?

Lorazepam, der Wirkstoff in Lorazepam, wird zur Behandlung von Angstzuständen, Anspannung, Unruhe und damit verbundenen Schlafstörungen eingesetzt. Es kann auch verwendet werden, um Patienten zu beruhigen, bevor sie sich diagnostischen oder chirurgischen Eingriffen unterziehen.

Abhängigkeitsprobleme können oft aus der Langzeitanwendung von Benzodiazepinen wie Lorazepam resultieren. Sie sollten es nicht länger als zwei bis vier Wochen einnehmen.

Lorazepam verwendet

Orale Tabletten sind die beliebteste Form von Lorazepam. Schmelztabletten und Injektionen sind für diejenigen erhältlich, die Schwierigkeiten beim Schlucken haben oder die Einnahme des Medikaments verweigern.

Je nach Anwendungsgebiet wird typischerweise eine Dosis von 0,5 bis 2,5 mg tagsüber oder abends verteilt.

Welche Nebenwirkungen gibt es von Lorazepam?

Nebenwirkungen von Lorazepam sind meist auf die gewünschte dämpfende Wirkung zurückzuführen.

Einer von zehn Patienten leidet unter Müdigkeit, Schläfrigkeit und Benommenheit. Über hundert Patienten werden wegen Müdigkeit, Muskelschwäche und Verwirrtheit behandelt.

Die Einnahme kann bei Kindern, älteren Menschen und Menschen mit Hirnerkrankungen zu paradoxen Reaktionen führen. Bei Aufregung, Unruhe oder Schlafstörungen oder bei erhöhter Angst.

Was ist bei der Einnahme von Lorazepam zu beachten?

Kontraindikationen

Lorazepam sollte nicht angewendet werden bei:

  • Anerkannte Benzodiazepin-Abhängigkeit
  • Myasthenia Gravis (autoimmunvermittelte Muskelschwäche)
  • Atmungsstörung
  • Überempfindlichkeit gegen Lorazepam
  • Interaktionen

Lorazepam kann sich gegenseitig verstärkende Wirkungen haben, wenn es mit anderen ZNS-Depressiva eingenommen wird. Dies gilt für Antipsychotika wie Promethazin, Haloperidol und Promethazin. Promethazin, Haloperidol und Promethazin sind Beispiele für Antipsychotika. Mirtazapin und Trazodon sind Beruhigungsmittel sowie Schlaftabletten.

Dies gilt für Arzneimittel gegen Allergien und Epilepsie (Antiallergika), Schmerzmittel (Antiepileptika) und Wirkstoffe, die den Blutdruck und die Herzfrequenz beeinflussen, wie Betablocker.

Altersbeschränkung

Nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Analyse sollten Lorazepam-Tabletten oder Schmelztabletten Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht verabreicht werden. Lorazepam sollte nicht von Kindern unter sechs Jahren angewendet werden.

Lorazepam kann zur Behandlung epileptischer Anfälle eingesetzt werden, die länger als fünf Minuten andauern. Es ist für den Einsatz in der Notfallmedizin zugelassen.

Die Wirkungsdauer von Lorezapam nimmt mit dem Alter zu. Dies erfordert normalerweise eine Verringerung der Dosierung.

Schwangerschaft und Stillzeit

Die Gruppe der Benzodiazepine ist gut untersucht, wobei Diazepam am meisten erforscht wurde. In einer Studie mit Lorazepam und mehr als 100 Schwangerschaften gab es keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen.

Das „Floppy-Tochter-Syndrom“ (Floppy-Infant-Syndrom) kann häufiger auftreten, wenn der Wirkstoff innerhalb des letzten Monats eingenommen wird. Denn der Wirkstoff kann in die Plazenta gelangen und so seine Wirkung auch auf das Kind übertragen. Bessere Alternativen sind Promethazin (bei akuter Angst), Amitriptylin bei Schlafstörungen und Quetiapin bei psychotischen Erkrankungen.

Untersuchungen haben gezeigt, dass Lorazepam während der Stillzeit bei über 100 Mutter-Kind-Paaren verwendet werden kann. Es ist keine Unterbrechung des Stillens erforderlich, wenn eine Mutter nur eine Einzeldosis Lorazepam als Akutbehandlung erhält. Bei Säuglingen können Nebenwirkungen auftreten, wenn Lorazepam mit anderen zentral wirksamen Substanzen (insbesondere Sedierung) kombiniert wird.

Wie bekomme ich Lorazepam-Medikamente?

Lorazepam ist in Deutschland und Österreich nur auf Rezept erhältlich. Es ist auch als Betäubungsmittel aufgeführt, das allen Benzodiazepinen ähnlich ist. Das bedeutet, dass die Verschreibungen des Wirkstoffs streng kontrolliert werden.

Lorazepam ist nur auf Rezept erhältlich, wenn die Dosis von Lorazepam nicht mehr als 2,5 mg beträgt und das Präparat keine weiteren Wirkstoffe enthält.

Wann wurde Lorazepam erstmals entdeckt?

1963 wurde der Wirkstoff Lorazepam patentierbar und 1977 in den USA eingeführt. Nach Ablauf des Patentschutzes gibt es viele Präparate mit Lorazepam von verschiedenen Herstellern.

Weitere Informationen zu Lorazepam

Lorazepam ist ein Derivat von Diazepam (einem anderen Benzodiazepin). Lorazepam ist viel wirksamer als Diazepam und hat eine kürzere Wirkungsdauer.